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Impressionen vom Kindersommer
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Der Holz-Pavillon ist die Küche und die Essecke. Die Hütten-Miete soll incl. 2 x Frühstück 20,– € kosten.

Nun hatte uns auch noch das Abenteuer eingeholt, denn wir sagen Romeo nach einem kurzen Blickkontakt unsererseits, ob wir bleiben sollen, zu. Wir sind schnell eingezogen, als wir von Romeo erfahren, dass er selbst die von uns erstrebte Bootsfahrt durchführe. Auf die Frage, wann denn die Bootsfahrten immer stattfänden, sagte er: „wann ihr wollt”.

Nun fahren wir mit seinem Auto erst zu einem Freund, dann mit einem Kanister zu einer Tankstelle und dann damit zur Boots-Anlegestelle. Wie wir später erfahren, musste er sich beim Freund-Besuch erst Geld, dann damit Benzin besorgen, damit die Boots-Fahrt überhaupt stattfinden konnte. Nun geht es knapp 4 Stunden durch kleine, kleinste und wieder größere Kanäle, die in Seen enden, die man wiederum durch Kanäle verlassen muss.


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Einen überblick oder gar eine Orientierung kann man vergessen, da alles fast gleich aussieht. Doch man ist fasziniert von der Einzigartigkeit dieses Gebiets. Handelt es sich doch um eines der letzten großen Biotope Europas, das zu Recht unter strengstem Naturschutz steht.

Am nächsten Früh überrascht uns Romeo mit einem ausgezeichneten Frühstück mit Brot, Spiegeleiern, Tomaten, Gurken, Butter, Marmelade und Kaffee. Dann waschen wir noch unsere Mopeds und brechen gegen 10 Uhr in Richtung Ukraine auf.

Gegen 11 Uhr an diesem 11.8. erreichen wir nördlich von Galati den Grenz-Ort Reni. Aus dem Bewusstsein, gleich auf ukrainischem Boden zu stehen, reißt uns die erste Frage des auf uns zukommenden Grenzers, ob wir denn ein Visum für Moldawien hätten. Wir verneinen dies, da wir ja gar nicht nach Moldawien, sondern in die Ukraine wollen. Wir stehen jedoch an einem Grenzübergang nach Moldawien, an dem noch dazu keine Transit-Visa, die wir nun anscheinend brauchen, ausgestellt werden.


Er schickt uns ins 75 km entfernte Cancea, einem weiteren Grenz-übergang, wo wir angeblich kein Problem hätten. An der Grenze in Cancea angekommen profitieren wir zunächst von einer Besonderheit der Abfertigung in den ehemaligen Ostblock-Staaten, dass sich nämlich Motorräder grundsätzlich nicht in die Warteschlange einreihen müssen, sondern bis zum Schlagbaum vorfahren dürfen und damit nahezu keine Wartezeit haben. Das erforderliche Transit-Visum wird uns tatsächlich von einer hübschen und auch noch freundlichen Grenzerin ohne große Warterei ausgestellt. Und auch die Gebühr von 20,– € überrascht uns eher positiv.

Nun sind wir also, völlig ungeplant, plötzlich in Moldawien. Die Durchfahrt dauert jedoch nicht lange, denn eine gute Stunde später betreten wir wirklich die Ukraine und zwar mit erstaunlich wenig Bürokratie. Die Ukraine hatte erst wenige Monate vor unserem Tour-Beginn die Visumspflicht aufgehoben. Nur 5 km hinter der Grenze erreichen wir die Kleinstadt Bolgrad. Schnell finden wir das beschriebene „Hotel Kooperator”, stellen die Kräder in den abgesperrten Innenhof, beziehen unsere Zimmer und befragen uns dann an der Rezeption nach einer Möglichkeit zum Abendessen.

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