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Impressionen vom Kindersommer

Motorrad-Tour durch Ost-Europa.
Mit 2 Motorrädern rund 10.000 km durch 14 Länder …

Reisebericht als PDF (ohne Bilder)

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Im Juli/August 2005 hatten wir erstmalig Besuch von 2 Mädchen aus dem Programm der Tschernobyl-Hilfe. Wir waren mit Sicherheit genauso gespannt auf das Zusammentreffen, wie Anna aus Mozyr und Natascha aus Jelsk. Nach kurzer Zeit des Aneinander-Gewöhnens waren wir uns alle sehr schnell vertraut und genossen das gemeinsame Erleben des Zusammenseins, unserer Unternehmungen und Ausflüge, Spiele und Unterhaltungen sehr. Der damalige Abschied fiel uns allen sehr schwer. Er war nur dadurch gemildert, als wir uns schnell entschlossen hatten, die beiden im Folgejahr erneut einzuladen.

Bereits damals hatte ich jedoch die Idee im Hinterkopf, zum einen die Familien der beiden kennen zu lernen und zum anderen mir vor Ort einen Eindruck von den dortigen Verhältnissen machen zu können; kurzum, ich dachte über einen Gegenbesuch in Weißrussland nach.

Nach allen möglichen überlegungen von Flugreise über Zug, Bus und PKW faszinierte mich immer mehr der Gedanke einer Motorrad-Tour. Da mir die Risiken, alleine zu fahren, doch zu groß schienen, erhoffte ich mir, meinen Freund Hartmut dafür begeistern zu können. Wir beide hatten bereits im Vorjahr eine größere Tour durch den Balkan bis nach Zentral-Anatolien gemacht und waren ohnehin in der Planung der diesjährigen Tour.

Als ich Hartmut meine Gedanken offerierte, war ich bass erstaunt, dass er nicht nur sofort begeistert war, sondern noch einen drauf setzte mit der Bemerkung: „wenn wir schon so weit im Osten sind, sollten wir uns aber möglichst viel in dieser Region anschauen”. Welche weit reichenden Konsequenzen dies noch haben sollte, wird im Lauf dieses Tour-Berichts deutlich.

Bei der ersten groben Planung unserer Reiseroute wurde schnell klar, wie viele klangvolle Städtenamen und interessante Länder und Gebiete sich im Bereich des Möglichen zeigten, die wir einfach „wenn schon - denn schon” mitnehmen wollten. Auch kristallisierte sich schnell heraus, dass wir viele Formalitäten zu erledigen und auch einige Visa zu beantragen hätten. Dank Internet konnten wir uns recht gut informieren. Sehr wertvoll waren auch die Kontakte, die durch Mundpropaganda zu anderen Motorrad-Fahrern entstanden waren, die ähnliche Touren bereits gemacht hatten.

Im Mai 2006 hatten wir dann alle Visa und nötigen Unterlagen besorgt. Die konkrete Planung sah nun vor, dass wir am Tag der Kinder-Rückreise am 5.8. unmittelbar danach starten wollten.

Am 8.7. kamen Anna und Natascha dann bei uns an. Die 4 Wochen vergingen natürlich, wie auch schon im Vorjahr, wie im Flug, denn wir hatten wieder ein volles Programm auf die Beine gestellt.

as Abschiednehmen am 5.8. vormittags war dann für alle wieder eine tränenreiche Angelegenheit. Logischerweise nicht für mich, weil wir uns beim Ade-Sagen bereits auf unser Wiedersehen 2 Wochen später freuten. Als die beiden Busse um ca. 10 Uhr weg waren, fuhren wir nach Hause, ich zog meine Motorrad-Klamotten an und schwang mich auf das fertig gepackte Motorrad. Doch leider sprang es nicht an.

Obwohl ich am Tag vorher noch probegefahren war, hatte die Batterie über Nacht den Geist aufgegeben.

In der Werkstatt ist jedoch schnell eine neue Batterie eingebaut, so dass wir leicht verspätet gegen 13 Uhr starten können.

Per Autobahn über Wien nach Petronell an der slowakischen Grenze ist nach rund 600 km unser erstes Etappenziel. Am 6.8. geht es weiter nach Bratislava, der slowakischen Hauptstadt. Die Burg, hoch über der Stadt, bietet einen schönen Ausblick auf die Donau und einen Großteil der Stadt.

Nach relativ kurzem Aufenthalt fahren wir weiter bis zur ungarischen Grenze, wo wir, wie schon in Österreich, eine Autobahn-Vignette für 4 Tage lösen müssen. Sie kostet 1 520,– Forint, das sind 6 Euro. Für die wenigen km, die wir auf der Autobahn fahren, ist das ziemlich teuer. Weiter geht es nach Tata, wo wir gut zu Mittag essen, und dann noch bis nach Budapest.

Hier steuern wir das erstbeste Hotel an, das MERCURE Korona, stellen unsere Motorräder unter und chartern über das Hotel einen deutsch-sprechenden Taxi-Fahrer für eine 2-stündige Stadt-Rundfahrt.

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